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Im 1. Jh. n. Chr. kamen Römer und Daker bereits miteinander in Berührung. Die Daker wurden zur Zeit ihres ersten Staates unter König Burebistas (erste Hälfte des 1. Jhs. v. Chr.) zum ersten Mal zu einer echten Gefahr für die römischen oder sich unter römischem Protektorat befindenen Gebiete auf dem Balkan. Burebistas unternahm Feldzüge südlich der Donau und plünderte Thrakien bis Makedonien und Illyricum1. Das dakische Königreich Burebistas strebte also den Status eines lokalen politischen und militärischen Machtfaktors an, wodurch der Regent mit den römischen Interessen im Norden der Balkanhalbinsel, an der unteren Donau und an der Westküste des Schwarzen Meeres in Konflikt geriet. Caesar selbst hatte eine Strafexpedition gegen die Daker geplant, was allerdings nicht mehr zustande kam2. Der Sturz Burebistas führte zur Zerstückelung seines Königreiches (in 4, danach in 5 Teilen nach Strabo , der aber auch erwähnt, daß diese Teile in ständig wechselnder Anzahl waren). Damit stellten die Daker keine ernsthafte Bedrohung mehr für die Römer dar, doch Konflikte entstanden periodisch, während das Römische Reich ab Augustus seine Herrschaft über die Regionen westlich und südlich von Dakien bzw. Pannonien und Moesien ausdehnte. In diesem politisch-militärischen Kontext, d.h. des Herrschaft-sanspruches der Römer über das Illyricum und Moesien und der Eroberung dieser Gebiete bis zur Donau, stellen wir wiederholte Angriffe und Gegenangriffe zwischen Dakern und Römern fest. Für die Römer galt es, die Donau zu einem sicheren Flußweg unter römischer Kontrolle zu machen4, was im politischen Testament des Augustus auch ausgedrückt wird5. Dementsprechend festigten sie ihre Macht in Pannonien und Moesien, indem sie sie kurz nacheinander als römische Provinzen organisierten. Pannonien wurde wahrscheinlich im Jahre 9 n. Chr. de iure eine selbstständige römische Provinz, nach der Unterdrückung des dalmatinisch-pannonischen Aufstandes von 6-9 n. Chr.; die römische Provinz Moesien wurde höchstwahrscheinlich 15 n. Chr. organisiert. Zu dieser Zeit verzeichnen die literarischen Quellen die Massnahmen die der General Cn. Cornelius Lentulus, und der Kommandeur der römischen Streitkräfte aus Moesien, Sextus Aelius Catus, trafen, um die Sicherheit dieser Provinz den Dakern gegenüber zu verstärken. Lentulus zwang die mit der Provinz benachbarten Daker, sich von der Donau fernzuhalten, und ließ Kastelle (praesidia) auf dem rechten (= römischen) Donauufer bauen6. Diese Episode wurde unterschiedlich datiert und die Lokalisierung der Aktion von Lentulus ist auch nicht einstimmig7. Zu ungefähr der gleichen Zeit entschied sich S. Aelius Catus für eine andere Methode, um die dakische Gefahr von der Donaustrecke unter seiner Verantwortung zu beseitigen, nämlich für die Umsiedlung von 50.000 Geten südlich der Donau, d.h. in Moesien, unter römischer Kontrolle8. Eine andere mögliche Massnahme gegen die Daker betraf eben die westlichen Regionen Dakiens (d.h. die Gebiete vor Pannonien), nämlich die Ansiedlung der Jazygen in der Ebene zwischen der Donau und der Theiß, wenn sie hier tatsächlich von den Römern angesiedelt wurden9. Plinius der Ältere verzeichnete die Folgen dieser Massnahme, nämlich, daß die von den Jazygen vertriebenen Daker nur noch die Gebiete östlich der Theiß besiedelten10. Nach Plinius´ Beschreibung handelte es sich um diese Zeit allerdings um den nördlichen Teil der Ebene zwischen der pannonischen Donau und der Theiß11.
Wenn es die römische Absicht war, einen "Pufferstaat" (wenn man bei den Jazygen überhaupt von einem Staat sprechen kann) zwischen ihnen und den Dakern herzustellen, so erfüllte sie sich12, obwohl diese sarmatische Bevölkerung sich nachher auch nicht als ungefährlich für die Römer erwies.
Eine ähnliche Methode benutzte Tib. Plautius Silvanus Aelianus, Statthalter von Moesien in den letzten Jahren der Herrschaft Neros. Eine ungewöhnlich detaillierte Ehreninschrift13 beschreibt die diplomatisch-militärische Tätigkeit dieses Konsulars an der unteren Donau. Unter anderen Maßnahmen siedelte der moesische Statthalter 100.000 "Transdanubier" in seine Provinz um. Seine Aktionen betrafen allerdings die südlichen und südöstlichen und nicht die südwestlichen dakischen Gebiete, da er neben Dakern mit Bastarnen auch mit Bastarnern und Roxolanen zu tun hatte14. Wenn die Zahlen von Strabo bzw. aus der Inschrift des Tib. Plautius Silvanus Aelianus real sind, hatten die Umsiedlungen unter Aelius Catus und Plautius Silvanus Aelianus weite süddakische bzw. getische Gebiete entvölkert. Auch wenn dies so war, hatten doch die Daker weiterhin genug Kraft, um im "Vierkaiserjahr" die wegen des Bürgerkrieges nur schwach überwachte moesische Provinz anzugreifen und sich der beiden Donauufer zu bemächtigen. Die Situation wurde glücklicherweise für die Römer von Licinius Mucianus und der Legion VI ferrata, die eben aus dem Orient zurückkamen, gelöst15. Tacitus´ Bericht beinhaltet zwei interessante Andeutungen. Erstens charakterisiert er die Daker als "das Volk, das ja niemals Treue kannte" (Dacorum gens nunquam fida). Zweitens betont der römische Historiker, daß die Daker "beide Donauufer besetzen" (utraque Danuvii ripa potiebantur). Was die Charakterisierung der Daker als untreu betrifft, ist offensichtlich, daß dies nicht nur ein rein moralisches Urteil seitens des Römers ist. Tacitus dachte an dieser Stelle auch an frühere (vielleicht auch spätere) Verträge zwischen Römern und Dakern, die von den letzteren jetzt gebrochen wurden16. Dies weist darauf hin, daß die römisch-dakischen Verhältnisse, wie übrigens im allgemeinen die Beziehungen des Imperium Romanum zu den benachbarten Völkern, oft in Vertragsform gekleidet waren. Die zweite Idee bezeugt m.E. mit hinreichender Klarheit, daß die Römer zu jener Zeit auch das linke Donauufer kontrollierten, da Tacitus erwähnt, daß, infolge der Ausnahmesituation, beide Donauufer in die Hände der Daker gefallen waren. So kann vermutet werden, daß die oben erwähnten Umsiedlungen aus den Reihen der "Transdanubier" doch eine gewisse Wirksamkeit gezeigt hatten, was den Römern erlaubte, einen Landstreifen auch auf dem linken Donauufer kontrollieren zu können. Es ist allerdings noch nicht vollständig geklärt worden, seit wann, wo und welche römische militärische Einheiten damals an der Donau stationiert wurden. Es scheint, daß es Legionen waren, die zunächst an die ripa Danuvii verlegt wurden, während Auxiliareinheiten erst in der Flavierzeit die Grenzwache ergänzten17, obwohl neuere Beiträge über die obermoesischen Auxiliarkastelle auch Bauphasen aus der ersten Hälfte des 1. Jhs. n. Chr. erwähnen, wie in ÄŒezava (Novae) und Boljetin18. Auf jeden Fall waren die südwestlichen dakischen Gebiete zur Zeit Domitians praktisch unmittelbar dem römischen Reich benachbart, auch wenn der Donauabschnitt zwischen Singidunum und Cuppae ( heute Golubac) von wenigeren Kastellen als der Abschnitt östlich vom letzteren Kastell bewacht war. Ein Blick auf die Karte (Abb. 4) zeigt, daß die zwei offenbar ungleich bewachten Abschnitte dem gebirgigen bzw. dem flachen Teil des Banates entsprechen. Der moesische Grenzabschnitt vor dem flachen Teil des Banates brauchte offenbar nicht so viele Truppen, um gesichert zu werden, wie derjenige vor dem gebirgigen Teil. Dies könnte bedeuten, daß in der Banater Ebene die Bevölkerung den Römern aus gewissen Gründen weniger gefährlicher schien als diejenige aus dem Ostbanat. Es ist jedoch auch zu vermerken, daß eben auf dem anscheinend weniger bewachten Grenzabschnitt sich zwei Legionslager befanden, nämlich Singidunum und Viminacium. Andererseits ist wahrscheinlich, daß die Flotte Moesiens, die classis Flavia Moesica, auf der Banater Donaustrecke nicht vor der Zeit Trajans gesegelt war19, da die Navigation durch die Stromschnellen der Eisernen Tore erst durch den Navigationskanal Trajans ermöglicht wurde20. Jedenfalls muß in Betracht gezogen werden, daß in der Banater Ebene westlich vom Fluß CaraÅŸ und der von ihm nach Norden fortgesetzten imaginären Linie keine einheimischen Befestigungen bekannt sind. Tatsächlich kennen wir dakische Festungen aus dem 1. Jh. v. Chr.-1. Jh. n. Chr. nur auf dem linken Donauufer im hohen (östlichen) Teil des Banates (wie Socol21, Divici22, Pescari23, Liubcova24) und eine am Fluß CaraÅŸ, an der Demarkation zwischen dem hohen und dem flachen Teil dieses Gebietes (Židovar25 bei OreÅ¡ac, Serbien). Befestigungen sprechen natürlich für politische und militärische Organisierungformen der hiesigen Bevölkerung, und diese Organisierung scheint nur in diesem östlichen Teil des Banates existiert zu haben. Die schon erwähnten damaligen ungünstigen Naturbedingungen der Banater Ebene (Schwemmland, Sümpfe entlang des Ostufers der Theiß, Sandhügel des Deliblats im Südosten dieser Ebene) erlaubten wahrscheinlich keine dichte Besiedlung und, dementsprechend, keine für die Römer gefährliche militärisch-politische Organi-sierungsformen.
Der erste große dako-römische Konflikt entstand zur Zeit Domitians. Jordanes berichtet über den Angriff der Daker in Moesien unter ihrem König Dorpaneus. Die Daker hätten die Verträge, die sie mit anderen Kaisern hatten (cum aliis principibus), wegen der "Geizigkeit Domitians" (avaritia Domitiani), gebrochen26. Obwohl kurz, beinhaltet diese Nachricht wichtige Informationen: den Namen des dakischen Königs, der diesen Feldzug (ein)geleitet hat; daß die Daker Verträge mit früheren römischen Kaisern geschlossen hatten und den Grund des Angriffs: die Geizigkeit Domitians. Über den Grund können wir heute nur noch spekulieren. Es ist schwer zu glauben, daß die Daker die avaritia Domitiani nur vom Hörensagen kannten und sich für einen Präventionskrieg entschieden haben, wie uns Jordanes zu verstehen gibt. Viel wahrscheinlicher ist es, daß Domitian tatsächlich die für die Klientelar-verhältnisse üblichen Subsidien an die Daker vermindert hat. Daß diese Maßnahme Domitians bei Jordanes als "Geizigkeit" abgestempelt wird, ist wahrscheinlich nichts anderes als eine Folge des schlechten Bildes dieses Kaisers in den meisten literarischen Werken des römischen Altertums, die auch in Jordanes` ohnehin "getenfreundliches" Buch eingedrungen ist.
Der dakische Angriff – der entweder im Frühling-Sommer des Jahres 8527 oder im Winter 85/86 n. Chr. stattfand28 - war anscheinend verheerend29 und führte zur Tötung des moesischen Legaten C. Oppius Sabinus auf dem Schlachtfeld. Im Jahr 86 n. Chr. kam Domitian selber nach Moesien, zusammen mit dem Prätorianerprefekten Cornelius Fuscus. Diesem gelang es, die Daker über die Donau zurückzudrängen. Moesien wurde neu organisiert in Moesia Superior, den westlichen Teil Moesiens, dem auch der südwestliche Teil Dakiens benachbart lag, und in Moesia Inferior, den mittleren und östlichen Teil der alten Provinz, donauabwärts von Ratiaria bis zum Schwarzen Meer. Die Armee in diesen Provinzen wurde erheblich verstärkt30. Die Episoden des domitianischen Krieges gegen die Daker sind im allgemeinen bekannt, obzwar die Fachleute sich über manche chronologische Sequenzen noch nicht geeinigt haben31. Für unseren Zweck ist es aber zufriedenstellend, die Hauptmomente dieses Krieges kurz aufzuzählen. Die Expedition des Prätorianerpräfekten Fuscus in Dakien (wahrscheinlich 87 n. Chr.) endete mit einer totalen Niederlage, der Zerstörung seiner Armee und seinem Tod32. Erst im nächsten Jahr gelang es Tettius Iulianus, die Daker in ihrem Land bei Tapae zu besiegen. Damit zwang er König Dekebal, um Frieden zu bitten33. Es wird allgemein angenommen, daß Tapae ein Ort am östlichen Rand Süd-westdakiens war, nämlich am Paß der "Eisernen Tore Siebenbürgens", d.h. zwischen dem Banat und Siebenbürgen34 (möglicherweise bezeichnete der Name auch den ganzen Paß). Deshalb wird vermutet, daß die Expedition von Iulianus gegen die Daker eben durch das Ostbanat verlaufen ist. Wenn dies so ist, sind Iulianus´ Einheiten höchstwahrscheinlich dem gleichen Weg gefolgt wie später diejenigen Trajans, nämlich der späteren römischen Straße von Lederata bis Tibiscum und von hier weiter nach Osten ins Bistra-Tal (die von uns "westliche Straße" genannt wurde, s. Karte, Abb. 1). Für einen Feldzug im Feindesland scheint diese Variante die sicherere zu sein, da die andere spätere römische Hauptstraße (von uns "östliche Straße" genannt) von Dierna bis Tibiscum über lange Strecken durch enge und von Höhen flankierte – daher militärisch riskante – Korridore verläuft, wie z.B. den Tscherna (Cerna)-Korridor und das obere Temesch (TimiÅŸ)-Tal. Es ist nicht klar, ob die dort gelegenen dakischen Befestigungen in diesem Feldzug zerstört wurden. Die bisherigen Forschungen konnten nur feststellen, daß einige dieser Festungen irgendwann am Ende des 1. Jhs. n. Chr. oder Anfang des 2. Jhs. n. Chr. von den Römern zerstört wurden (Divici35, Pescari36). Die Befestigung von Liubcova scheint sogar früher zerstört gewesen zu sein, nämlich in der Zeit von Augustus und Tiberius37, während diejenige von Židovar ohne Zeichen von Zerstörung zu einem unpräzisierten Zeitpunkt (aber in Verbindung mit römischen Feldzügen) verlassen wurde38. Die archäologische Erforschung dieser Anlagen ist bei weitem noch nicht abgeschlossen, und künftige Entdeckungen könnten das Ende dieser Befestigungen besser datieren.
Wie bekannt, endete der römisch-dakische Konflikt mit einem Friedens- und Klientelvertrag39. Obwohl die senatorische Partei diesen Vetrag fast als Kapitulation seitens von Domitian geschmäht hat (das schlechte Verhältnis Domitians zum Senat spielte hier die Hauptrolle und führte zum schlechten Ruf Domitians in beinahe allen literarischen Quellen des römischen Altertums, Dio eingeschlossen), könnten wir ihn heute als realistisch bezeichnen (die Lage an der Front gegen die Markomannen, Quaden und Sarmaten erlaubte kaum eine andere Lösung40). Eine Analyse dieses Vertrags ist nicht die Absicht dieser Arbeit41. Wir vermerken nur, daß er nicht aus dem Rahmen solcher Verträge fällt: die Daker erhielten zwar Subsidien und römische Fachkräfte für den militärischen und zivilen Bereich, aber Dekebal war von da an König der Daker "von Roms Gnaden" (Diegis, sein Vertreter und Bruder, erhielt die Krone von Domitian) und mußte die von den Römern erbeuteten Waffen und die Kriegsgefangenen zurückgeben. Auf jeden Fall zogen römische Truppen durch Dakien gegen die Markomannen, Quaden und Sarmaten42 , und dies konnte nur nach Tettius Iulianus´ Sieg über die Daker geschehen. Eine Niederlage in diesem Krieg veranlaßte Domitian, den genannten Friedensvertrag mit Dekebal zu schließen43. Was wir nicht wissen, ist, ob auch nach der Vetragsschließung römische Einheiten auf dem dakischen Territorium geblieben sind. Die literarischen Quellen schweigen diesbezüglich, und die Archäologie hat uns auch keine eindeutige Antworten gegeben. Manche Fachleute haben eine solche Stationierung in der Zeit Domitians vermutet44. Dieselben Fachleute geben aber zu, daß eindeutige Beweise dafür fehlen45. Im Prinzip wäre eine solche Situation möglich, aber nicht für lange Zeit und wahrscheinlich nicht auf ausgedehnten Gebieten. Es handelte sich möglicherweise um einen kurzzeitigen Aufenthalt nach dem Krieg. Es gibt allerdings Fälle, in denen römische Garnisonen auf dem Gebiet eines rex amicus stationiert waren, wie in manchen hellenistischen Königreichen, wo sie aber als Hauptzweck die Unterstützung des von Rom installierten Königs hatten46. Ein zweiter Zweck dieser Garnisonen war allerdings auch derjenige, den betreffenden König zu überwachen47. Es handelte sich in diesen Fällen aber nur um relativ kleine Einheiten, die gewöhnlich am jeweiligen Königssitz stationiert waren, d.h. in der Nähe des Königs.
Im Fall von Dakien nach dem Klientelvertrag aus dem Jahr 89 n. Chr. können wir diese Frage leider noch nicht beantworten. Wenn dt archäologische Untersuchung der Befestigungen aus dem Banat noch keine eindeutige Lösung dafür gefunden hat, so deshalb, weil die Erforschung v.a. der frühen römischen Holz-Erde-Befestigungen auf diesem Gebiet noch in der Anfangsphase ist. Solche Kastelle wurden in einigen Orten Südwestdakiens signaliert, aber sehr wenige von ihnen wurden auch untersucht. An der "westlichen Straße" liegen die noch nicht untersuchten Kastelle von Grebenac und Dupljaja (Serbien)48. Weiter nördlich, in Vărădia (rumänisches Banat), gibt es zwei römische Kastelle, eines davon nur aus Holz und Erde auf einer Höhe ("Chilii"-Hügel), das zweite mit einer ursprünglichen Holz-Erde-Phase und einer späteren Steinbauphase, auf dem Flachland (Ort "Pusta"), am Fluß Karasch (Caraş), weniger als 1 km Luftlinie nordwestlich vom ersten Kastell entfernt. Die bisher nur als Grabungsberichte publizierten Ergebnisse führen zur Hypothese, daß das Erdkastell auf der Höhe nur bis in der Zeit Trajans bestanden hat, ohne aber präzisieren zu können, ob es vor der Zeit dieses Kaisers (etwa in domitianischer Zeit) gebaut wurde, da die vortrajanischen Datierungselemente, wie Münzen, nur termini postquem bieten49. Eine ähnliche Situation gibt es im Auxiliarkastell von Surducul Mare (Centum Putea?), weiter nördlich an der gleichen Straße gelegen. Das Holz-Erde-Kastell scheint nicht für lange Zeit bestanden zu haben, seine archäologische Untersuchung ist aber noch lange nicht abgeschlossen50.
Auch in Tibiscum fand man zwei frühe, einander ablösende Holz-Erde-Bauphasen, ein erstes kleines castellum (60 x 60 m) und ein Auxiliarkastell (101 x 110 m) an derselben Stelle. Die Leiterin der Grabungen datierte das castellum in die Zeit zwischen den zwei Dakerkriegen Trajans (102-105 n. Chr.) und die Errichtung des Kastells "in Trajans Zeit" 51, also nich etwa in die Zeit Domitians. Schlußfolgernd zu diesem Thema könnte man sagen, daß die militärische Präsenz in Dekebals Dakien in domitianischer Zeit eine nicht auszuschließende Möglichkeit ist. Eine Lösung dieser Frage könnte durch die systematische Erforschung der Holz-Erde-Kastelle (sowohl der selbstständigen Erdbefestigungen als auch der Holz-Erde-Phasen der späteren Steinkastelle) einerseits und durch die Erforschung der römischen Kastelle, die unmittelbar auf dem nördlichen Ufer dieses Donauabschnittes liegen, andererseits gefunden werden. Die römische Befestigung, die im 2.-3. Jh. n. Chr. in Banatska Palanka (Translederata?) existiert haben muß, wurde bisher nicht einmal lokalisiert; es wurde nur die spätrömische Festung auf der benachbarten Insel Spaja untersucht52. Weitere Forschungen müßten auch im Auxiliarkastell von Pojejena durchgeführt werden, um u.a. die Phasen und die Datierung dieser Befestigung zu präzisieren53. Im Prinzip sollten die Kastelle auf dem linken (dakischen) Donauufer chronologisch die ersten sein, wenn die Römer noch vor der trajanischen Eroberung Brückenköpfe nördlich der Donau hatten.
Es gibt keine weiteren literarischen Nachrichten über die römisch-dakischen Verhältnisse bis zu den dakischen Kriegen Trajans. Wir können annehmen, daß Domitians Vertrag mit Dekebal von beiden Seiten eingehalten wurde.
Trajan war der erste römische Kaiser, der sich entschieden hat, den Weg einer radikalen Lösung für das "dakische Problem" zu gehen. Dies könnte auch als eine zu erwartende Entwicklung des neuen, von Trajan betriebenen Kurses der römischen Politik den barbarischen Nachbarn gegenüber verstanden werden, ein Kurs, der mit der augusteischen Methode, die Grenzen mittels Diplomatie zu sichern, zeitweilig radikal brach54. Eine der Ursachen der neuen dakisch-römischen Kriege war in erster Linie mit Sicherheit die starke politische und militärische Stellung des dakischen Königreiches am Anfang des 2. Jhs. n. Chr55, wie wahrscheinlich auch seine Fähigkeit, besorgniserregende Koalitionen mit verschiedenen Nachbarvölkern zu schließen, wie es sich v.a. im ersten Krieg Trajans gegen die Daker zeigte56.
Über diese Kriege gibt es zahlreiche Beiträge, die ihre verschiedenen Aspekte oder den gesamten Kriegsverlauf untersuchten57, so daß wir hier keine neue Daten hinfügen können. Ich werde nur diejenigen Daten und Aspekte in Erinnerung rufen, die den südwestlichen Teil Dakiens betreffen.
Es ist bekannt, daß wenigstens ein Teil der römischen Armee, von Trajan selbst geführt, auf dem gleichen Weg in Dekebals Dakien eimarschiert ist wie das Militär von Tettius Iulianus, nämlich auf der Trasse der "westlichen Straße" von Lederata nach Tibiscum58 und von dort weiter nach Tapae. Trajan selber erwähnt zwei Orte auf diesem Weg: Berzobis und Aizis, im einzigen Fragment seiner "Kommentare" zu den dakischen Kriegen, das beim Grammatiker Priscianus erhalten geblieben ist59. Die Straße wurde wahrscheinlich zum ersten Mal bei dieser Gelegenheit als römische Militärstraße konzipiert. Auf jeden Fall muß die Straße in der Zeitspanne zwischen den zwei Kriegen Trajans gegen die Daker existiert haben, da dieses Gebiet – d.h. das Ostbanat – schon in diesem ersten Krieg von den Römern besetzt wurde. Dies bedeutet, daß die römischen Garnisonen spätestens 102 n. Chr. schon hier stationiert waren. Es ist wiederum archäologisch schwer zu bestimmen, welche von den Befestigungen des Ostbanates schon während des ersten Krieges oder gleich nach dem ersten Krieg gebaut wurden. Noch weniger wissen wir über die Straße entlang der Marosch (MureÅŸ) und die dazugehörigen römischen Militäranlagen zu dieser Zeit. Eine interessante Aufeinaderfolge von Kastellen an demselben Platz kennen wir aus Tibiscum, wo die chronologisch erste Befestigung – ein 60 x 60 m kleines castellum – in die Zeit zwischen 102-105 n. Chr. datiert wurde; die Besatzung bleibt leider unbekannt, man vermutet eine Legionsvexillation60. Aus derselben Zeit könnte auch die früheste römische Befestigung von Vărădia datieren, nämlich diejenige auf dem Hügel "Chilii", wo die Datierungselemente relativ früh sind (z.B. Münzen von Augustus bis Trajan)61. Hier wurden aber auch keine Ziegelstempel gefunden, so daß auch die hiesige Besatzung-struppe(n) noch unbekannt bleibt (bleiben).
Man hat ebenfalls vermutet, daß die große (ca. 336 x 336 m), nicht ergrabene, im Gelände noch sichtbare Befestigung von Zăvoi, im äußersten Osten des Banates, an der Straße von Tibiscum nach Ulpia Traiana Sarmizegetusa, ebenfalls aus dieser Zeit datieren könnte62. Während einer Geländebegehung fand O. Bozu hier Ziegelstempel der cohors I sagittariorum63, welche das große Kastell von Tibiscum gebaut hat. Die Lage der großen Befestigung von Zăvoi an der Straße, die vom Banat ins Innere Siebenbürgens und damit zum Kern des dakischen Königreiches in den Orăştie (Brooser)-Bergen führte, wie auch die Maße der Anlage scheinen die Datierung in die Periode der dakischen Kriege Trajans zu bestätigen. Allerdings bedürfte es systematischer Grabungen, um diese Hypothese endgültig zu bestätigen oder aufzugeben.
Es ist möglich, daß auch andere, frühe Holz-Erde-Bauphasen einiger Kastelle aus Südwestdakien aus der Zeitspanne 102-105 n. Chr. datieren, aber wir haben keine feste Anhaltspunkte für eine solche Datierung. Es wäre logisch, daß die Befestigungen an der "westlichen Straße" – dem Einmarschweg Trajans im ersten dakischen Krieg – eine Bauphase eben in dieser Zeit hätten, wenn sie auch nicht unbedingt die gleichen Maße hatten und die gleiche Art von Truppen beherbergten wie die späteren, sich an demselben Platz befindenden Kastelle. So könnte theoretisch auch sowohl das Kastell von Surducul Mare (Centum Putea?) wie auch das Legionslager von Berzobis64 eine solche frühe Bauphase haben. Bis zu neuen Forschungsergebnissen dürfen wir uns aber nur sehr vorsichtig darüber äußern.
Ob Dekebals Königssitz Sarmizegetusa von den Römern schon im ersten Krieg erobert wurde65 oder nur im zweiten66, hat für den südwestlichen Teil Dakiens geringe Konsequenzen. Im einen wie im anderen Fall war der Ostteil dieseses Gebietes nach der erneuten Niederlage der Daker in Tapae und dem weiteren Vorrücken der Römer in Richtung Sarmizegetusa unter römischer Besatzung67. Nachdem ein neuer Friedens- und Klientelvertrag geschlossen worden war – diesmal zwischen Trajan und Dekebal –, ließ Trajan eine Legion (Armee?) in Sarmizegetusa (die unklare Dio-Stelle, welche die oben erwähnte Debatte über den Zeitpunkt der Eroberung des dakischen Königssitzes verursacht hat, s. Anm. 65 und 66) und "Garnisonen im ganzen Gebiet"68, bevor er nach Rom zurückkehrte. Diese Garnisonen standen unter dem Kommando des Cn. Pinarius Aemilius Cicatricula Pompeius Longinus69, kein anderer als derjenige, der kurz vor dem zweiten Krieg (105-106 n. Chr.) durch List von Dekebal gefangen wurde70.
Nach dem endültigen Sieg Trajans im zweiten Krieg wurde die römische Provinz Dakien gegründet und damit auch ihre ersten Verteidigungssysteme installiert. Während wir über die Besat-zungsarmee Südwestdakiens und ihre Kastelle zwischen 102-105 n. Chr. sehr wenig wissen (s. oben), so ist das Bild des ständigen Heeres auf diesem Gebiet klarer, doch auch nicht lückenfrei, wie es sich im nächsten Kapitel erweisen wird.
Note:
1 Strabo, Geogr., VII, 3, 11.
2 Strabo, VII, 3, 5; Suetonius, Caesar, 44, 6.
3 Strabo, VII, 3, 11.
4 A. Mócsy, Pannonia and Upper Moesia. A History of the Middle Danube Provinces of the Roman Empire, London-Boston 1974, S. 34 f.
5 Res gestaeDivi Augusti, V, 30.
6 Florus, Epitomae, II, 28.
7 Zum Beispiel C. Patsch, Beiträge zur Völkerkunde von Südosteuropa, V/1, Wien-Leipzig 1932, S. 91-94: die Aktion des Lentulus gegen die Geten und Sarmaten fand im Jahr 14/13 v. Chr. an der unteren Donau (also im späteren Moesien); R. Syme, Lentulus and the Origin of Moesia, JRS, 24, 1934, S. 42 : wahrscheinlich Legat von Illyricum irgendwann zwischen den Jahren 6 v. Chr.-4 n. Chr.; ders., Danubian Papers, Bucharest 1971, S. 69 f (Addendum zum oben zitierten Aufsatz): es ist möglich, daß Lentulus die "balkanische Armee" (also das spätere Moesien) zwischen 9-6 v. Chr. befehligt hat; W. Reidinger, Die Statthalter des ungeteilten Pannonien und Oberpannoniens von Augustus bis Diokletian, Bonn 1956, S. 25-31: Lentulus war Statthalter von Pannonien ca. in den Jahren 11-12 n. Chr.; H. Daicoviciu, Dacia de la Burebista la cucerirea romană, Cluj 1972, S. 116 f: wie Reidinger a.a.O., und fügte noch hinzu, daß seine Aktion die westlichen und südwestlichen Daker betraf; A. Mócsy, a.a.O. (Anm. 4), S. 36; 39: Lentulus sicherte zu einem unpräzisierten Zeitpunkt zwischen 10 v. Chr.-11 n. Chr., wahrscheinlicher um 10 n. Chr., die römische Donaugrenze im Gebiet der Eisernen Tore; J. Fitz, Die Verwaltung Pannoniens in der Römerzeit, Budapest 1993, S. 61, ist geneigt, dem Lentulus eine Statthalterschaft in Illyricum in den Jahren 1-3 n. Chr. zuzuschreiben; J. J. Wilkes, Dalmatia, London 1969, S. 552: Lentulus erfüllte Aufgaben jenseits der unteren Donau und nahm Kontakt mit weniger wichtigen Völkern auf, die westlich von Dakien wohnten; P. Kovács, Zusammenfassung. Die antike Welt und Pannonia [ung.], Fontes Pannoniae Antiquae I. Scriptores geographici antiquiores – Aetas occupationis Romanae (usque ad a. D. 54) (Hrsg. P. Kovács ÅŸi B. Fehér), Budapest 2003, S. 269: Lentulus agierte in Illyricum oder Moesia, jedenfalls nach dem Jahr 10 v. Chr.; K. Strobel, Dakien, der Donauraum und Rom: Ein spannungsreiches Wechselverhältnis, Orbis antiquus. Studia in honorem Ioannis Pisonis, Cluj-Napoca 2004, S. 153 f: Lentulus agierte ca. 9-6 v. Chr., von einer zentralen Basis im Gebiet der Moravamündung ausgehend, an der moesischen Donau.
8 Strabo, VII, 3, 10.
9 So z. B. J. Szilágyi in RE, Suppl. XI, 66 (s. v. Aquincum): Ansiedlung oder Duldung der Jazygen durch Drusus um das Jahr 19 n. Chr.; A. Mócsy, a.a.O. (Anm. 4), 37-39 u. ders., Die Einwanderung der Jazygen, ActaAntHung, 25, 1977, 441: Ansiedlung der Jazygen vielleicht sogar von Cn. Cornelius Lentulus um das J. 10 n. Chr.; dagegen J. Fitz, Die Eroberung Pannoniens, in ANRW, II, 6, 1977, 553 f, der auch eine direkte Beziehung zwischen der Errichtung von römischen Befestigungen an der nordöstlichen und östlichen panonischen Donau und der Anwesenheit der Jazygen sieht und datiert diesen Prozeß um die Mitte der 40er Jahre des 1. Jh. n. Chr. (a.a.O., S. 552). Eine alternative Lösung bietet ebenfalls A. Mócsy, Die Einwanderung der Jazygen, S. 446, indem er J. Harmatta, Studies in the History and Language of the Sarmatians, Acta Antiqua et Archaeol. (Szeged),13, 1970, S. 100 zitiert: eine allmähliche Einwanderung der Jazygen, unbedeutend am Anfang und daher von den Römern vorerst nicht berücksichtigt.
10 C. Plinius Secundus, Naturalis Historia, IV, 25, 80-81.
11 Vgl. A. Mócsy, a.a.O. (Anm. 4), S. 37.
12 Ebenda.
13 CIL XIV, 3608 = ILS, 986.
14 I. B. Cătăniciu, Muntenia în sistemul defensiv al imperiului roman, Alexandria 1997, S. 28.
15 Tacitus, Historiae, III, 46.
16 S. Gh. Ceauşescus Anm. 77 zu Buch III, in P. Cornelius Tacitus, Istorii, Einleitung, Übersetzung und Anmerkungen von Gh. Ceauşescu, Bukarest 1992.
17 A. Mócsy, a.a.O. (Anm. 4), S. 49 f; 80 ff.
18 M. Mirković, The Iron Gates (Ðerdap) and the Roman Policy on the Moesian Limes AD 33-117, in Roman Limes on the Middle and Lower Danube (Hrsg. P. Petrović), Belgrad 1996, S. 31-33.
19 Vgl. ebenda, S. 37.
20 Eine Inschrift aus Karataš bezeugt den Bau des Kanals im Jahr 101 n. Chr. : Imperator Caesar Divi Nervae filius/Nerva Traianus Augustus Germanicus/pontifex maximus, tribunicia potestate V, pater patriae, consul IIII/ob periculo cataractarum /derivato flumine, tutam Da/nuvi navigationem fecit; s. J. Šašel, in JRS, 63, 1973, S. 175 ff.
21 S. M. Gumă, A. Rustoiu, C. Săcărin, Şantierul arheologic Divici. Cercetările din anii 1995-1996 (raport preliminar), in Cerc. Arh.Aria Nord-tracă, II, Bucureşti 1997, S. 381, mit Angabe der älteren Literatur.
22 Ebenda, S. 373-381; M. Gumă, S.A. Luca, C. Săcărin, Principalele rezultate ale cercetărilor arheologice efectuate în cetatea dacică de la Divici între anii 1985-1987, in Banatica, IX, 1987, S. 199-238; M. Gumă, A. Rustoiu, C. Săcărin, Raport preliminar asupra cercetărilor arheologice efectuate în cetatea dacică de la Divici între anii 1988-1994. Principalele rezultate, in Cerc.Arh.Aria Nord-tracă, I, BucureÅŸti 1995, S. 401-413; Dies., Les fibules du site fortifié de Liubcova-Stenca et de la citadelle de Divici-Grad, in Le Djerdap/les Portes de Fer á la deuxieme moitié du premier millenaire av. J. Ch. jusqu’aux guerres daciques. Kolloquium in Kladovo – Drobeta-Turnu Severin, Belgrad 1999, S. 67-70.
23 Fl. Medeleţ, T. Soroceanu, N. Gudea, Descoperiri din epoca dacică la Pescari, in ActaMN, VIII, 1971, S. 465-475; Şt. Matei, I. Uzum, Cetatea de la Pescari, in Banatica, II, 1973, S. 141-156.
24 M. Gumă, Cercetări arheologice pe Stenca Liubcovei, in Banatica, IV, 1977, S. 69-104; M. Gumă, A. Rustoiu, C. Săcărin, Les fibules...(Anm. 22), S. 65-67.
25 B. Gavela, Keltski oppidum Židovar, Belgrad 1952; M. Sladić, Židovar in the Late Iron Age, in J. Uzelac et. al., Židovar. Bronze Age and Iron Age Settlement, Belgrad –VrÅ¡ac 1997, S. 53-67; M. Jevtić, M. Sladić, Some Startigraphic Issues of the Iron Age Settlements at Židovar, in Le Djerdap/Les Portes de Fer...(Anm. 22), S. 94-97.
26 Jordanes, Getica, 76.
27 So G. Alföldy, H. Halfmann, M. Cornelius Nigrinus Curiatius Maternus,General Domitians und Rivale Trajans, in G. Alföldy, Römische Heeresgeschichte (Ed. M. P. Speidel), Amsterdam 1987, S.180 f (ursprünglich erschienen in Chiron, 3, 1973, S. 331-373); K. Strobel, Die Dakerkriege Domitians, Bonn 1989, S. 42.
28 C. Patsch, Der Kampf um den Donauraum unter Domitian und Trajan, Beiträge zur Völkerkunde von Sődosteuropa, V/2, Wien-Leipzig 1937, S. 5; H. Daicoviciu, Dacia de la Burebista la cucerirea romană, Cluj 1972, S. 278.
29 Tacitus, Agricola, 41, 1-2.
30 A. Mócsy, a.a.O. (Anm. 4), S. 82-83.
31 S. die von der in der rumänischen Fachliteratur vertretenen Chronologie abweichende Zeittafel von K. Strobel, a.a.O. (Anm. 27).
32 Jordanes, Getica, 78.
33 Cassius Dio, LXVII, 10 und 7 (die richtige chronologische Folge).
34 S. TIR, L34, S. 109; H. Daicoviciu, Tapae, in Dicţionar de istorie veche a României, Bucureşti 1976, S. 562.
35 S. die Anm. 21 und 22.
36 S. St. Matei, I. Uzum, a.a.O. (Anm. 23), S. 144: "Die Zerstörung der letzten Phase der Befestigung könnte entweder mit den Strafexpeditionen gegen die Daker zur Zeit der Herrschaft des Kaisers Augustus oder mit dem Eroberungskriegen Dakiens in Verbindung gebracht werden..."
37 M. Gumă, A. Rustoiu, C. Săcărin, Les fibules... (Anm. 22), S. 67.
38 A. Jovanović, Židovar in the Roman Period, in Židovar. Bronze Age and Iron Age Settlement, Vršac 1997, S. 77-78; M. Jevtić, M. Sladić, a.a.O. (Anm. 25), S. 96.
39 Cassius Dio, LXVII, 7.
40 Ebenda.
41 S. neulich die Analyse von V. Lica, The Coming of Rome in the Dacian World, Konstanz 2000, S.175-196.
42 ILS, 9200: ... Bellum Marcomannorum, Quadorum, Sarmatarum, adversus quos expeditionem fecit per regnum Decibali, regis Dacorum...
43 Cassius Dio, LXVII, 7.
44 S. C. Opreanu, Dacia romană şi Barbaricum, Timişoara 1998, S. 36 mit Anm. 47 und 48.
45 Ebenda; D. Benea, Banatul în timpul lui Traian, în AnBan, III, 1994, S. 310.
46 D.C. Braund, Rome and the Friendly King, London 1984, S. 94 f.
47 Ebenda.
48 S. M. Ðordević, Archaeological Sites of the Roman Period in Yugoslav Banat, in Studii de Istorie a Banatului, XVII-XVIII (1993-1994), 1996, S. 29, 33; Dies., Contributions to the Study of the Roman Limes in South Banat, in Roman Limes on the Middle and Lower Danube (Hrsg. P. Petrović), Belgrad 1996, S. 131; N. Gudea, Der dakische Limes. Materialien zu seiner Geschichte, in JRGZM, 44, 1997, S. 25 f; die Situation dieser Befestigungen geht aus diesen Arbeiten nicht sehr klar hervor, was wahrscheinlich auch der unzureichenden Kenntnis der lokalen Topographie zuzuschreiben ist.
49 Forschungen E. Iaroslavschi und O. Bozu.
50 D. Protase, Castrul roman de la Surducul Mare (jud. CaraÅŸ-Severin), in Banatica, III, 1975, S. 345-348; s. N. Gudea, a.a.O. (Anm. 46), S. 28.
51 D. Benea, in AnBan, III, 1994, S. 317.
52 S. M. Ðordević, in Studii de istorie a Banatului, S. 25 f mit der Literatur.
53 S. N. Gudea, I. Uzum, Castrul roman de la Pojejena. Săpăturile arheologice din anul 1970, in Banatica, II, 1973, S. 85-96; N. Gudea, Date noi despre castrul roman de la Pojejena, in Banatica, III, 1975, S. 333-343; N. Gudea, O. Bozu, Raport preliminar asupra săpăturilor arheologice executate la castrul roman de la Pojejena în anii 1977-1978, in Banatica, V, 1979, S. 181-185.
54 A. Mócsy, a.a.O. (Anm. 4), S. 89.
55 Cassius Dio, LXVIII, 6.
56 Cassius Dio, LXVIII, 8; 10.
57 U.a. C. Cichorius, Die Reliefs der Trajanssäule, III, Textband, Berlin-Leipzig 1900; H. Daicoviciu, Dacia de la Burebista la cucerirea romană, Cluj 1972; N. Gostar, L’ armée romaine dans les guerres daces de Trajan, in Dacia, N.S., XXIII, 1979, S.116-121; K. Strobel, Untersuchungen zu den Dakerkriegen Trajans, Bonn 1984; R. Vulpe, Columna lui Traian, monument al etnogenezei româneÅŸti, BucureÅŸti 1988; Al. Diaconescu, Dacia under Trajan. Some Observations on Roman Tactics and Strategy, in ActaMN, XXXIV, 1, 1997, S. 13-52; C. Opreanu, Dacia romană ÅŸi Barbaricum, TimiÅŸoara 1997, S. 27-46.
58 Al. Diaconescu, a.a.O. (Anm. 57), S. 14.
59 Priscianus, VI, 13, 205: inde Berzobim, deinde Aizi processimus.
60 D. Benea, in AnBan, III, 1994, S. 313; D. Benea, P. Bona, Tibiscum, BucureÅŸti 1994, S. 17; 29-31.
61 Forschungen E. Iaroslavschi-O. Bozu.
62 IDR III/1, S. 234; N. Gudea, in JRGZM, 44, 1997, S. 37.
63 O. Bozu, Cohors I sagittariorum la Zăvoi, in Banatica, IV, 1977, S. 131-133.
64 S. M. Moga, Castrul Berzobis, in Tibiscus, I, 1970 (1971), S. 51-58; Fl. Medeleţ, R. Petrovszky, Cercetări arheologice în castrul roman de la Berzovia, in Tibiscus, III, 1974, S. 133-136.
65 U.a. I.I. Russu, Ocuparea Daciei. Organizarea şi dezvoltarea provinciei, in IDR I, S. 14; I. Piso, Fasti provinciae Daciae. Die senatorischen Amtsträger, Bonn 1993, S. 2 mit Anm. 8.
66 U.a. H. Daicoviciu, Dacia de la Burebista la cucerirea romană, Cluj 1972, S. 328; K. Strobel, Untersuchungen zu den Dakerkriegen Trajans, Bonn 1984, S. 201.
67 Cassius Dio, LXVIII, 8.
68 Ebenda, LXVIII, 9.
69 I. Piso, a.a.O. (Anm. 65), S. 1-3.
70 Cassius Dio, LXVIII, 12.
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